Nebenkosten beim Immobilienkauf in Österreich: Was zusätzlich anfällt
Nebenkosten entscheiden, wie viel Eigenkapital du wirklich brauchst. Hier findest du die wichtigsten Gebühren, eine Beispielrechnung für Wien und klare Planungstipps.
Ahmet Parlak
Immobilienfinanzierung & Hypothekenexperte, Wien
Schnellüberblick
- Wie hoch sind Kaufnebenkosten in Österreich?
- Kann ich Nebenkosten finanzieren?
- Gibt es Erleichterungen in Wien?
- Wann fällt die Grunderwerbsteuer an?
Last updated: 2026-01-12 • Die Angaben sind Richtwerte. Gebühren können je nach Bundesland, Vertrag und Objekt variieren.
Kurzantwort: Welche Nebenkosten fallen in Österreich an?
Nebenkosten beim Immobilienkauf liegen meist bei 8–10 % des Kaufpreises. Dazu zählen Grunderwerbsteuer, Grundbuch, Notar und ggf. Makler. Diese Beträge musst du in der Regel aus Eigenkapital zahlen und solltest sie früh in deine Finanzierung einplanen.
Wie hoch sind Kaufnebenkosten beim Hauskauf in Österreich?
- Grunderwerbsteuer: 3,5 %
- Grundbuch: 1,1 %
- Notar: ca. 1–2 %
- Makler: bis 3–4 %
Beim Immobilienkauf in Österreich kommen zum Kaufpreis mehrere Pflichtgebühren dazu. Diese Kosten musst du meist aus Eigenkapital zahlen – sie erhöhen deine Finanzierungslücke.
Als Orientierung kannst du mit 8–10% des Kaufpreises rechnen.
Welche Nebenkosten fallen beim Immobilienkauf an?
Die typischen Posten lassen sich klar einteilen. Fixe Steuern treffen alle Käufer, variable Gebühren hängen von Makler und Vertrag ab.
- •Fix: Grunderwerbsteuer + Grundbuch
- •Variabel: Notar/Vertrag + Maklerprovision
- •Zusatzkosten: Beglaubigungen, Auszüge, kleinere Gebühren
Kaufnebenkosten Tabelle 2026: Welche Sätze gelten?
| Kostenposition | Typischer Satz |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5% vom Kaufpreis |
| Grundbuch-Eintragung | 1,1% (Hauptwohnsitz-Begünstigung möglich) |
| Notar/Vertragserrichtung | ca. 1–2% |
| Maklerprovision | 3–4% (falls Makler beteiligt) |
| Sonstige Gebühren | beglaubigte Auszüge, Gebühren, Fixkosten |
Wie unterscheiden sich Nebenkosten mit Makler vs. ohne Makler?
Der Makler entscheidet über mehrere Prozentpunkte Nebenkosten.
- •Mit Makler: +3–4% vom Kaufpreis (inkl. USt.)
- •Ohne Makler: Gesamtkosten häufig 6–8%
- •Vergleiche Maklerkosten immer mit dem Eigenkapitalpuffer
Wie sieht eine Beispielrechnung bei 450.000 € aus?
Grunderwerbsteuer (3,5%): 15.750 €
Grundbuch (1,1%): 4.950 €
Notar (1,5%): 6.750 €
Makler (3%): 13.500 €
Nebenkosten gesamt: ca. 40.950 €
Wie viel Eigenkapital brauche ich inkl. Nebenkosten?
- •Nebenkosten früh im Budget berücksichtigen – sie mindern dein Eigenkapital für den Kredit.
- •Plane 8–10% zusätzlich zum Kaufpreis ein.
- •Maklerfreie Angebote reduzieren die Gesamtkosten spürbar.
- •Lass dir Förderungen oder Begünstigungen (z. B. Hauptwohnsitz) schriftlich bestätigen.
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Quellen & Stand
Häufige Fragen zu Nebenkosten
Je nach Objekt und Makler liegen sie meist bei 8–10% des Kaufpreises.
Teilweise. Viele Banken erwarten aber, dass Nebenkosten aus Eigenkapital stammen.
Bei Hauptwohnsitz können Grundbuchgebühren reduziert oder befreit sein. Details variieren.
Sie wird bei Eigentumsübertragung fällig und muss vor Eintragung ins Grundbuch bezahlt werden.
Nur durch maklerfreie Angebote oder Direktkauf vom Eigentümer.
Zusätzliche Gebühren wie Beglaubigungen, Vertragserrichtungen oder kleine Fixkosten werden oft vergessen.
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